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Letzte Bearbeitung: 17.04.2017, 14:23

5.7.1 Die Banane vorbereiten

Erstellt ab 16.04.2017

Schon seit etwa 1,5 Jahren zähle ich einen Banana-Pi Minirechner zu meinen Utensilien. Damals hatte ich aber sehr wenig Zeit und Muße, mich in die Vorbereitung dieses sehr schönen Einplatinencomputers zu vertiefen. Jetzt, da ich inzwischen Single bin und mir doch manchmal die Decke droht, auf den Kopf zu fallen (ich lebe im Moment sehr ländlich), habe ich genügend Zeit gehabt (und auch investiert), mir diesen Rechner einmal genauer anzuschauen.
 
Ich schreibe hier aber nun keine Anleitung, was man wie tun soll, sondern einen weiteren Blog, wie es mir bei der Installtaion eines Betriebssystems ergangen ist und wie ich schließlich ein sehr schönes "Aha-Erfolgsmoment", also ein richtiges Glücksmoment erleben durfte.
 
Schauen wir zunächt einmal, welchen Pi ich meine, denn inzwischen gibt es doch reichlich viele Versionen am Markt zu kaufen.
 
Ich habe mir diese Version gekauft:
 
 
Bei Voelkner gekauft
 
 
Auf dem nächsten Foto siehst du die erste Änderung, die ich an der Platine vorgenommen habe. Ich habe dem Rechner ordentliche Stahlfüßchen spendiert, denn die Platine ist zweiseitig sehr filigran bestückt und mit den Füßchen steht der Rechner sicher auf dem Schreibtisch und "schabbelt" nicht mit den winzigen SMD-Bauteilen auf der Tischplatte herum.
 
 
 
Zum Einsatz kamen M3 Distanzbolzen mit einer Schlüsselweite SW5,5.
(Man beachte den krummen Wert, aber M3 hat nun mal SW5,5)
 
Nun wurde es schließlich Ostern 2017 und ich hatte doch an diesen Tagen reichlich Muße zu basteln, denn das Wetter war mehr als mies. Auf der Suche nach einem möglichen Betriebssystem probierte ich die verschiedenen Systeme der Herstellerseite aus. Schließlich kristallisierte sich das Fedora als einzig für mich funktionelles System heraus:
 
 
 
Diese Homepage findest du hier.
 
Was muss man  nun alles tun, um dieses schön gelungene Fedora
auf einen Monitor oder einen Fernseher zaubern zu können ?
 
Nun, ich habe das zunächst als Liste vorbereitet:
 
  • Einen Monitor oder Fernseher  mit HDMI-Anschluss besorgen.
  • Eine SD-Karte mit mindestens 4 GB besorgen (ich habe eine Karte mit 64GB gewählt)
  • Ein 5 Volt USB-Netzteil mit etwa 2 Ampere besorgen.
  • Ein völlig normales HDMI-Kabel besorgen
  • Eine Maus  und eine Tastatur benötigt man ebenfalls (einfach USB-Standard)

Nun muss man sich das Fedora von der obigen Seite herunter laden. Es ist als sogenanntes Image-File ausgeführt. Weil man oftmals keine alten Sachen passend zu den etwas betagteren Geräten bekommt, habe ich hier selber diese Fedora-Version vom 15.04.2017 zum download parat:

Download Fedora-Linux für den Banana Pi 1 (gelbe Buchse, siehe Fotos oben) --- (tgz-file, ca. 1GB)

Wie du dir aber schon gedacht hast, ist es mit dem einfachen Download dieses Files nicht getan. Zwar enthält es das fertig lauffähige Betriebssystem für den Banana-Pi, aber dieses File muss ja zunächst einmal richtig auf die SD-Karte gebracht werden.

Achtung !!! Einfach das File drauf kopieren funktioniert nicht !!!

Vielmehr muss die SD-Karte alle Eigenschaften einer Festplatte haben, wie z.B. Bootsektor usw. . Aber wie das gemacht wird, zeige ich sogleich in den folgenden Schritten am Beispiel meines Hauptrechners, der mit Linux-Mint ausgestattet ist. Windows-Nutzer mögen sich bitte durch die anderen zahlreichen sehr guten bis sehr schlechten Anleitungen im Internet bewegen.

Bei mir geht es also mit einem fertigen "Haushalts-Rechner" mit LinuxMint 18 weiter.

Nachdem du also das tgz-File von hier oder auch von der Lemaker-Seite herunter geladen hast, musst du es erst einmal entpacken. Das funktioniert unter LinuxMint sehr einfach:

  • In das Download-Verzeichnis wechseln
  • Mit der rechten Maustaste auf das heruntergeladene tgz-File klicken
  • "Hier entpacken" anklicken
  • Etwas warten, denn die Datei ist recht groß
  • Fertig.

Dann sieht das in etwas so oder so ähnlich aus:

 

Du siehst hier das Download-Fenster von LinuxMint mit der Originaldatei und dem fertig entpackten Image.

Damit ist es also nicht getan, und das entpackte Image muss nun mit einem passenden Programm auf die SD-Karte geschrieben werden. Wie oben schon deutlich ewähnt, funktioniert es NICHT, das IMG-File einfach auf die Karte zu kopieren.

Es gibt zwei wesentliche Wege, dieses File ohne Konsoleneingaben auf die SD-Karte zu schreiben. Ich habe den Weg über die USB-Abbilderstellung gewählt. Diese findest du unter LinuxMint im Startmenü unter "Zubehör" ganz unten am Ende:

Wer jetzt aufmerksam fragt: "Aber ich habe doch eine SD-Karte und keinen USB-Stick !?!", der hat gut aufgepasst, denn es funktioniert natürlich nicht ohne einen SD-Karten Adapter zu USB. Ich habe solch einen Adapter benutzt:

Link zum Pollin-Shop

Die Nutzung dieses kleinen Programmes ist weitestgehend selbsterklärend. Man muss nur höllisch aufpassen auch den richtigen USB-Stick im Programm auszuwählen, denn sonst kann es natürlich zu einem Datenverlust kommen, wenn man einen falschen USB-Stick ausgewählt hat. 

Am besten ist es, alle USB-Sticks und USB-Laufwerke vor diesem Vorgang abzuziehen,

Obacht also !

 

Wenn du also sorgfältig vorgegangen bist, so schreibt dir das kleine Programm das Imagefile fertig zur ersten Benutzung auf die SD-Karte. Dieser Vorgang dauert ein wenig, denn das File ist recht groß.

Jetzt kannst du bereits den ersten Test dieses schönen LinuxFedora auf dem Banana-Pi machen:

  • Fernseher oder Monitor an den HDMI-Anschluss stecken
  • Fertig bespielte SD-Karte in den Banana-Pi stecken
  • 5 Volt USB-Netzteil an den Pi anschließen
  • Eventuell den Reset-Knopf drücken

 

Die normalen USB-Anschlüsse für Maus und Tastatur sind nicht zu übersehen. Das ist selbsterklärend.

 

Du wirst dann nach einem Benutzernamen gefragt und nach einem Passwort.

Benutzername: bananapi
Passwort: bananapi
 
 
Normalerweise wird als Benutzer schon "bananapi" vorgegeben, so dass du nur noch das Passwort "bananapi" eingeben brauchst. Daraufhin öffnet sich die Fedora-Oberfläche:
 
 
Nun könnte man schon mit dem System arbeiten. Aber es gibt noch einen "Pferdefuß", der sich leider erst später herausstellt:
 
Wenn man mit dem Programm "YUM" ein Systemupdate machen möchte, wird man feststellen, dass YUM fehlenden Platz auf der SD-Karte, bzw. in irgendwelchen Speicherbereichen anmeckert.
 
Ich habe die halbe Nacht damit zugebracht, eine Lösung zu finden, und habe auch auch eine Lösung gefunden:
 
  • Man sollte von Anfang an eine SD-Karte mit 16GB und mehr benutzen
  • Mit dem Programm "GParted" (auf LinuxMint und auch auf Fedora auf dem Banana-Pi enthalten) muss man eine Partition vergrößern.

Wer nun meint, die Parition gleich mit dem Banana-Pi vergrößern zu können, der irrt sich leider, denn auch das wird eine Fehlermeldung zur Folge haben. Man muss den Banana-Pi also herunter fahren, die SD-Karte entnehmen und im großen Haushaltsrechner entsprechend vorbereiten. Wer Windows nutzt, sucht sich bitte dazu das entsprechende Werkzeug selber im Netz, für Linux-Nutzer beschreibe ich hier einen möglichen Weg:

  • GParted im Startmenü unter "System" suchen und starten.
  • SD-Karte anschließen und nach Laufwerken suchen lassen
  • Die Banana-Pi-Karte auswählen (OBACHT !!! Keinen Fehler machen !)

Jetzt werden auf der Karte zwei Partitionen angezeigt. Eine grüne FAT-Partition und eine graue EXT-Partition. Man braucht nur die graue EXT-Partition zu verändern, nämlich zu vergrößern. Dazu ist GParted weitgehend selbsterklärend. Ich habe hinten auf meiner 64 GB-SD-Karte noch einmal ein paar GB Platz gelassen. Besser ist, man hat immer noch ein klein wenig Reserve.

Wenn wir dann die so veränderte Karte wieder in unterem Banana-Pi in Betrieb nehmen, können wir über das Porgamm "YUM" ganz einfach mit ein paar Mausklicks ein Systemupdate starten und druchführen.

 

ACHTUNG ! Dieses Systemupdate benötigt locker eine Stunde Zeit !!!

Zeit, die man sich nehmen sollte, denn das Ergebnis kann sich sehen lassen und mit der vergrößerten EXT-Partition funktioniert auch alles fehlerfrei.

 

 

Somit habe ich nun mein Banana-Pi für die weiteren Basteleien vorbereitet.

 

 Ich wünsche ebenso viel Erfolg,

 

 

 
 

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