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4.4.16 Solarplatten erkunden

Erstellt ab 28.03.2009

Ich hatte bereits vor über 20 Jahren --- so um 1985 herum --- zwei Solarplatten geordert und begann, damit ein wenig zu basteln. In den letzten Jahren fristeten sie ein relativ ungenutztes Dasein auf dem Dach unseres Geräteschuppens:



Zunächst wollte ich schon vor Jahren dort ein autarkes Teich-Projekt beginnen. Das scheiterte aber daran, dass ich dort keine vernünftige Nutzanwendung gehabt hätte. Hier in meiner Kellerwerkstatt jedoch habe ich eine konkrete Nutzanwendung, denn ich kann den Lötschmauch mit einem Lüfter aus dem Raum ziehen.

Der Lüfter ist ja bereits montiert, (siehe Link oben).

Nun kann ich also einmal überlegen, wie und wo ich die beiden Solarplatten befestige, so dass ich dann bequem mit einem Kabel in den Keller komme.

Da bietet sich meine Terrasse an, denn die zeigt recht gut nach Süden.

So, ich stieg also nun auf eine Leiter und wollte so locker fröhlich die Platten vom Blechdach abschrauben, da bekam ich einen gehörigen Schreck:

Wespen !

Ich bin also erstmal zügig wieder runter von meiner Leiter und drehte die Platten erst einmal so um, dass die Nester im Sonnenlicht lagen. Nachdem sich die Wächterinnen verzogen hatten, konnte ich wieder zurück kommen und mal ein paar Fotos machen:


Ok, nachdem ich auch die letzte Wächterin unter dem linken Nest entdeckt hatte, trug ich die Solarplatte vorsichtig auf den Rasen und wartete, bis sie sich davon machte. Danach konnte ich die Nester entfernen und die Platten mit in die Werkstatt nehmen.

Dort angekommen, sah ich dass die vergangenen 20 Jahre Witterung den Platten doch schon etwas zugesetzt hatten:

( Amorphe PV-Module, 20 Jahre bei jeder Witterung vorgealtert)

An den grün markierten Stellen hat sich die hintere, grau-silberne Fläche aufgelöst. Aber es sieht so aus, als wenn die dünnen Leiterstreifen noch in Ordnung sind. Daher werde ich die Module mal in die Sonne halten und messen, ob sie noch Strom liefern. Es sieht so aus, also ob an den markierten Stellen einmal Wasser eingetreten ist.

Daher scheint die Abdichtung der beiden Glasplatten das "A" und "O" einer PV-Platten-Fertigung zu sein, denn der Rest der aktiven Fläche sieht aus wie neu, da hat sich also keine sichtbare Veränderung ergeben.


Für die, die das interessiert, mache ich noch zwei Makros:


Rückseite, ausnahmsweise mit Gravur, da ich nicht weiß, wer der Hersteller war.
So hat auch der Hersteller die Möglichkeit, zu gucken.


(Solarplatte von 1989)

Vorderseite:


Die selbe Solarplatte, Vorderseite.

Jetzt werden wir aber sehen, wie stark sich diese Alterungen auswirken und ob mir der Energieverlust für mein kleines Autark-Projekt dann auch egal sein kann.

So, ich bin also "in die Sonne gejachtet" und habe die Leerlaufspannung und den Kurzschlussstrom gemessen.

Dabei ist heraus gekommen, dass die Leerlaufspannung mit etwa 21 Volt pro Modul keine Einbußen erlitten hat. Jedoch scheint der Kurzschlussstrom zurückgegangen zu sein. Es beläuft sich nur noch auf etwa 150 mA pro Modul.

Damit hätte ich aber für meine Experimente erstmal 300 mA zur Verfügung, wenn ich beide Module parallel schalte.

Jetzt rückt also eine Ladeschatung für Blei-Gel- Akkus immer näher.

Aber ertsmal muss ich die Module an der Terrasse anschrauben und das Kabel in den Werkstattkeller veregen.

Später könnte ich ja immer noch ein oder zwei kleine neue Module ordern...

So, aber erstmal habe ich an die alten Module erst einmal einen "ordentlichen Knüppel" dran gebaut, so dass ich die dann an die Terrasse anschrauben kann:



Erst dachte ich noch "na, vielleicht sollte ich das Holz streichen", aber dann empfand ich den dafür nötigen Aufwand dann doch als zu groß und ich habe das Holz roh gelassen. Da freuen sich die Hornissen ...

Glaubst du nicht ?

Schau hier:


Foto: (c) Andrea Mischnick

Nach der Monatge sieht das dann so aus:



Also einfach "stumpf" drauf "geschnorzt".
In der Übersicht ergibt sich dann ja fast ein "Suchbild mit PV-Platte":



Wie man sieht sind die Module senkrecht montiert, um eine Schneeabdeckung im Winter auszuschließen. Damit kann man dann schöne Messungen machen.

Wir schreiben inzwischen Februar 2011 und die Solarplatten, die hier auf dem Foto zu sehen sind,  sind nicht mehr vorhanden. Sie waren dann doch hoffnungslos defekt.

Also begab ich mich einmal ins Internet und sichte nach einer einfachen Möglichkeit, den unschönen Shunt-Regler des Solar-Regenwasser-Projekts irgendwie gegen ein anderes Modell zu ersetzen.

Wenn Du das projekt gelesen hast, so wird Dir sicherlich aufgefallen sein, dass die 100Wp der großen Solarplatten doch reichlich dimentsioniert sind. Bereits so ab etwa April regelt der Shunt-Regler ab. Das macht er sehr brutal:

Er schließt den Solarstrom kurz, bis die Batterie vom angeschlossenen Verbraucher so weit entladen wurde, dass sie wieder geladen werden kann. Das ergibt zwar ein wunderbar interessantes PWM-Signal, ist aber ansonsten für weitere verteilte Projekte unbrauchbar.

Ich wurde schließlich bei Conrad fündig, was einen 12 Volt Blei-Säure-Lader betrifft:   Produkt-Link


 
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Vielen Dank für das Interesse,

Euer

 

 


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