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2.1.1 Ich will auch basteln

Erstellt ab Frühjahr 2001

Du sagst Dir vielleicht, „Ja, das ist schön hier, das sind ja alles interessante Sachen...“ , und vielleicht auch „...das will ich auch mal machen“.

Aber möglicherweise findest du den Anfang der Hobbyelektronik nicht so richtig und weißt nicht, wo Du ansetzen sollst. Naja, das ist wohl auch nicht ganz so einfach zu entscheiden, weil es ja so fürchterlich viele verschiedene elektronische Sachen gibt, mit denen man sich beschäftigen kann.


Dabei ist der Anfang des Hobbys „Elektronik“ gar nicht schwer und ganz so schlimm zu rechnen brauchst Du auch nicht. Viele Dinge lassen sich auch einfach ausprobieren, ohne sie vorher berechnet zu haben. Das ist ja gerade der Reiz an der richtigen Hobbyelektronik.

Sieh es doch einfach mal, wie es ist: Eine elektronische Schaltung berechnen kann letztendlich jeder, der ein wenig Mathe gelernt hat und weiß, wie die Komponenten funktionieren, aber das gewisse Fingerspitzengefühl für die Elektronik und Verwendung für gebrauchte Teile hat nur der Hobbyelektroniker.

Du bist beispielsweise überhaupt nicht darauf angewiesen, dass eine Schaltung auf Anhieb funktioniert. Du kannst (und solltest) Dir das Recht herausnehmen, einfach auch mal mehrere Anläufe zu machen, bis es dann funktioniert. Du brauchst es auch vor niemandem zu rechtfertigen, wenn mal ein oder mehrere Bauteile „in Rauch aufgehen“. Das gehört zu dem Hobby wie die Kruste zum guten Brot.

Um Dir mal eine Vorstellung zu geben, wie Du anfangen kannst, ohne viel Geld auszugeben, und mal nur so zu „schnuppern“, habe ich hier einige Punkte aufgeschrieben, die Dir bestimmt helfen, das tolle Hobby zu entdecken. Es wird Dich so schnell nicht wieder loslassen :


Du solltest ...

  • ... Dir zu Anfang nicht zu große Projekte vornehmen
  • ... selber versuchen, Nachbauschaltungen ein wenig "umzumodeln", zu "spielen"
  • ... zunächst nur die Grundlagen "Strom" "Spannung" "Widerstand" lernen, das genügt erstmal vollkommen
  • ... viele Versuche und Experimente machen, auch wenn die Teile hinterher kaputt sind
  • ... erstmal auf keinen Fall an die Steckdose gehen, also immer Steckernetzteil oder Batterien verwenden !
  • ... zunächst nur die drei Grundrechenarten benutzen, keine "wilden Formeln" versuchen
  • ... alte Geräte zerlegen --> Sperrmüll ist z.B. immer interessant
  • ... eine Bastel-Ecke herrichten, wo auch mal etwas liegenbleiben kann (Keller, Dachboden, Balkon, Zimmer-Ecke... oder so)
  • ... einen Ordner anlegen mit ausgedruckten interessanten Schaltbildern und handschriftlichen Aufzeichnungen.
  • ... versuchen, im Internet Gleichgesinnte zu finden und mit ihnen Deine Erfahrungen per Email austauschen. Manchmal kommt es sogar vor, dass man sich gegenseitig per Telefon anruft und dann sogar noch über die Bastelei hinaus klönt.


Erstes Werkzeug :

  •  Seitenschneider
  •  Lötkolben
  •  Spitz-Zange
  •  Schraubendreher

 

 

zusätzlich:

 

  •  Lötzinn als Draht mit Flussmittelseele (1mm)
 

 

Wenn Du dann „im stillen Kämmerlein“ genügend Erfahrung gesammelt hast, ist es sehr interessant, mit Mitschülern oder mit interessierten Freunden ein kleines Projekt zu „veranstalten“, in dem dann jeder seine Erfahrungen mit einbringen kann. Über das Internet per Email funktioniert das sehr gut. Man schreibt sich gegenseitig die neuesten "Bastelberichte" und schickt sich ein paar Fotos von den Basteleien.
 
 
Auch ist es immer von Vorteil, wenn man auf einen kleinen Vorrat an Bauteilen zurückgreifen kann. Folgende Bauteile solltest du dir irgendwo besorgen:
  • Transistoren
  • Widerstände
  • Kondensatoren
  • Dioden
  • LEDs
  • Potentiometer
  • Relais
  • Mikroschalter
  • Lochrasterplatinen

Vielleicht könnt ihr ja auch ein gemeinsames „Labor“ irgendwo einrichten, da wäre dann die Elektronik mit der „guten alten Bude“ verbunden. Übrigens sollte man sowieso immer bestrebt sein, mehrere Sachverhalte mit einer Lösung abzudecken, das lehrt uns die Natur, die macht das so. Solch optimiertes Zusammenwirken nennt man dann „Bio-Kybernetik“. Eine gemeinsame Bude zum Elektronik basteln wäre schon ein tolles, einfaches biokybernetisches Modell...


  • ...vielleicht kommt dann ja auch mal ein Regensensor dazu...
  • ...oder vielleicht auch noch ein Hygrometer und ein Sonnenmessgerät...
  • ...und eine Solarstation...
  • ...eine Ameisenkamera oder eine Spinnenzählmaschine,
wer weiß, wohin Dich die Hobbyelektronik führen wird, es lohnt sich allemal, denn es ist ein schönes, handwerkliches Hobby,


und:

natürlich nicht nur für Jungs !  

Dann mal viel Erfolg,

 

 


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