Zurück zum Menü 2


2.1.1 Bülent, der gute Kumpel


Erstellt ab 09.04.2021



Damals, also so richtig damals, vor etwa 40 Jahren ging ich noch zur Schule. Es war eines der Gymnasien in meiner Geburtsstadt Gifhorn.

"Hey Strippenstrolch, du Angeber !"


Nein, so ist es nicht, denn ich habe damals mein Abitur nicht geschafft. Aber davon handelt dieser Artikel nicht, sondern von der Wertschätzung anderen Menschen gegenüber.

Damals hatte ich beispielsweise einen Mitschüler, den Bülent. Er hatte türkische Wurzeln und war einer meiner besten Kumpels. Leider haben wir uns im Laufe der Jahrzehnte aus den Augen verloren. Aber auch davon soll dieser Artikel nicht handeln.

Bülent und ich zogen oft durch die Stadt und waren in den Cafés rund um die Fußgängerzone stets oft und gern gesehen. Klar, auch wir schwänzten mal hier und da eine Unterrichtsstunde, um uns in einem Café über Gott, Allah und die Welt zu unterhalten, also einfch zu klönen.

"Sehen Sie, Herr Strippenstrolch, kein Wunder, dass Sie kein Abitur haben."
"Sie hätten doch besser am Unterricht teilnehmen sollen."

Niemand belästigte uns und wir hatten gegenseitig einen guten Respekt und dazu eine recht hohe Wertschätzung für jeweils den anderen. Bülent war halt ein guter Kumpel, wie man so sagt.

Es liegt allein dadurch schon auf der Hand, dass ich weder rassistisch noch irgendiwe fremdenfeindlich eingestellt bin.

Diese Aussage ist nämlich wichtig für die nun folgenden Zeilen:

Ausländische Bürger in meiner Heimatstadt waren für mich stets entweder Gäste, denen ich die nötige Wertschätzung zuteil werden ließ, oder halt sowieso Bundesbürger mit allem Drum und Dran.

Jedoch sah ich das damals einfach nur "pauschal".

"Herr Strippenstrolch, ich verstehe. Sie waren einfach noch sehr jung."

Die ausländischen Mitbürger waren für mich einfach allesamt ok, so wie sie waren.

Irgendwann lernte ich meine Feundin und spätere Ehefrau kennen und zog etwa 20 Kliometer nach Norden. Wir lebten dort friedlich vor uns hin, wurden zur Familie und schließlich lebten wir uns auseinander und unsere Wege trennten sich wieder (wie anderswo auch recht oft).

Aber eine Besonderheit war geschehen:

Ich war über 25 Jahre lang nicht (oder kaum) in meiner Haimatstadt gewesen. Auf der Suche nach einer eigenen Wohnung führte mich mein Weg jedoch zurück in diese Stadt.

Eines Tages, es war ein herrlicher Sommer-Abend, wollte ich einen Bummel durch die Fußgängerzone machen, um zu sehen, ob wohl noch das eine oder andere Café von damals existierte.

Ich erschrak gewaltig, denn ich sah auf den Straßen und Plätzen kaum noch Bürger mit europäischem Aussehen, geschweige denn irgend jemanden in meinem Alter. Zumeist waren junge Leute in kleinen Gruppen unterwegs. Sie alle hatten klar erkennbare ausländische Wurzeln.

Zunächst dachte ich noch, dass das alles Gäste meiner Heimatsadt wären, so wie ich es vor über 25 Jahren mit guter Wertschätzung gewohnt war, aber weit gefehlt.

Als nicht vorhandene Wertschätzung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber habe ich damals und bis heute hin dieses beobachten müssen:

  • Es wurde ständig und überall das Sputum auf den Boden gerotzt.
  • Es wurde Verpackungsmüll von irgendwelchen Schoko-Riegeln meistens achtlos in die Gegend geworfen.
  • Ein guter Freund von mir, inzwischen Vollrentner, wurde von 6 Jugendlichen mit schwarzen Hoodies belästigt.
  • Fette, düstere Limousinen, vorzugsweise der Marke BMW und Daimler Benz rasten abends durch die Straßen.
  • Unter einem Schleppdach eines großen Kaufhauses wurden sehr oft im Dunkeln dubiose Geschäfte gemacht.
  • Kleine Jungs mit ihren Kinderfahrrädern fuhren mir bewusst und vorsätzlich vor das Auto.
  • Gruppen Jugendlicher mit ihren Hoodies machten auf einem schmalen Gehweg bewusst keinen einzigen Schritt beiseite.

Ach, die Liste ließe sich wohl noch um einiges verlängern.

Ich fühlte mich in meiner eigenen Heimat- und Geburtsstadt Gifhorn also wie in der "Bronx in New York", oder in irgend einem Brennpunkt in einer Großstadt, obwohl Gifhorn eher beschaulich und recht klein ist.

Ungefähr zeitgleich erfuhr ich aus der Lokalpresse (Aller-Zeitung), dass man nahe meines ehemaligen Wohnortes im Norden, dort wo sich buchstäblich Fuchs und Hase "gute Nacht" sagen, Teile eines fetten Drogenringes ausgehoben hatte.

In einem Kleinhafen, noch etwas weiter nördlich, fand man in einer Lagerhalle eine riesig fette Hanfplantage mit feinster Technik, so dass selbst die Polizei nicht schlecht staunte.



Was ist das für eine Welt geworden ?

Wo, bitte bin ich hier gelandet ?

Was geht hier ab ?



Aus diesen Gegebenheiten heraus empfinde ich die Abschiebepolitik hierzulande als wirklich viel zu lasch.

Ob es sich nun um einen Flüchtling handelt, oder jemanden der hier leben möchte, weil er einfach Lust dazu hat, oder ob er von der hier lebenden Familie nachgeholt wurde, oder sonst etwas:

Ich würde gern alle diese Menschen als meine Freunde und Gäste begrüßen wollen und auch so behandeln !

Aber, wenn diese Menschen großflächig und sehr zahlreich keinerlei Respekt und auch immer weniger bis gar keine Wertschätzung unserer Bundesrepubik gegenüber aufbringen, ist es wirklich an der Zeit, speziell diese gewissenlosen Subjekte notfalls mit Gewalt in ihre Heimat zurück zu transferieren.  

Die Gesamtsituation lässt für mich nämlich schon nahezu den Sachverhalt der Notwehr gelten.


"Aber Herr Strippenstrolch, bitte ! ... Lehnen Sie sich da nicht zu weit aus dem Fenster ?"


Ach, Herr Professor, wissen Sie, ich möchte auch nicht in der Haut jener Beamten stecken, die über eine gezielte Abschiebung zu befinden haben, aber ich gehe auch nicht in ein anderes Land und pinkele dort in die Moschee, oder ?

  • Gehe ich in ein anderes Land und grabbele dort die jungen Damen an, wie anders herum hier in Köln geschehen ?
  • Fahre ich ins Ausland irgendwo hin und verkaufe dort tonneweise die fiesesten Drogen aus deutscher Produktion ?
  • Rotze ich andauernd mein Sputum in einem anderen Land mitten auf den Gehweg ?
  • Fahre ich mit meinem Auto wie die wilde Sau sinnlos des Nächtens in einem anderen Land umher ?
  • Pöbele ich mit ein paar Kumpels, vermummt in schwarze Hoodies, in einem anderen Land alte Rentner an ?
  • Verkaufe ich in einem anderen Land im Dunkeln dubiose Ware, von Hasch über Heroin zu nagelneuen Klaschnikows ?

Ich sage Ihnen die Antwort, Herr Professor: Nein ! Alle diese Dinge tue ich nicht !
 
Warum ?

Nun, weil ich in einem anderen Land richrig fett in die Fresse bekäme und nur im mildesten Fall sofort wieder nach Hause geschickt werden würde !

In schweren Fällen wäre ich wohl in vielen Ländern "vom Erdboden verschluckt". Das kommt auf das Land drauf an.


"Also, Herr Strippenstrolch, finden Sie diese These nich als zu radikal ?"

 
Ach Herr Professor, ich habe großen Respekt vor Ihrem Alter, Ihrem Wissen und Ihrem Können. Eine sehr große Wertschätzung Ihnen gegenüber. Sein Sie beruhigt, ich bin nicht so sehr der Akteur, der irgendwelche Demos vom Zaun bricht.

Aber, dass die allgemeine gegenseitige Wertschätzung der Menschen untereinander derzeit asymptotisch gegen Null geht, ist wohl nicht von der Hand zu weisen.


Daher nehmen Sie doch bitte diesen Aufsatz als reichlich verspäteten Abitur-Aufsatz an.





Fühle in dich hinein.

Fühlst du noch ein wenig Wertschätzung gegenüber irgend etwas ?

Hast du noch Respekt vor einigen Dingen ?

Ja ?


Du Glückliche(r) !





Respekt und Wertschätzung macht glücklich ! :-)







Ich wünsche euch allen ein angenehmes Leben,










Nach oben            Zurück zum Menü 2