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8.3.1 Messschieber bedienen

Erstellt ab 14.01.2017

Ich hörte öfters schon diese Frage:

"Haste mal 'ne Schieblehre ?"

Meistens überhörte ich diese Frage, aber ab und an gab ich einen Stock hin,
auf den ich zuvor einen Bleistiftstrich gemacht hatte.

Auf die dann stets auftretende Frage

"Was 'n' das ? Was soll 'n' das ?"

pflegte ich dann stets zu sagen:

"Das, lieber Freund, ist eine Lehre !"

"Was du suchst, ist ein Mess-Schieber !"

Da haben wir also zunächst einmal die Begrifflichkeit geklärt  und können uns nun dazu herablassen, einmal ganz kurz über diese neumodernen Mess-Schieber zu philosophieren, die das Messergebnis gleich fertig auf dem Display anzeigen, weil immer weniger Leute in der Lage sind, einen mechanischen Mess-Schieber ordentlich und gewissenhaft abzulesen.

Also:

Frage:

Was ist das Besondere an einem elektronischen Mess-Schieber ?

Antwort:

Die Batterien sind stets leer, wenn man ihn ganz dringend braucht.

Was nun ?

Ganz einfach:

Frage einen Kollegen, der noch einen mechnischen Mess-Schieber in der Werkzeugbox hat.


==>

"Haste mal 'n' mechanischen Mess-Schieber ?"

Na klar, doch !

Das folgende Foto zeigt einen einfachen mechanischen Mess-Schieber:



In diesem Fall wurde das gute Gerät mit einer Holzschatulle geliefert,
in die es auch nach Gebrauch immer wieder hinein gehört.

Diese Art der Lagerung zeigt schon auf, dass man das Gerät doch eher sanft handhaben sollte, wenn man länger Freude daran haben möchte.

Im nächsten Foto kommen wir schon zu den einzelnen Komponenten eines Mess-Schiebers:

Punkt 1:  Dieses sind die Dorne für die Aufnahme eines Innenmaßes. Diese Dorne sind nicht dazu gedacht, die Fingernägel sauber zu machen oder die nächst greifbare "Azubiene" in den Hintern zu pieken. Auch werden damit keine Löcher in die Werkbank "getackert". Man bekommt sonst von der "Azubiene" eine "gefegt", bzw. der Mess-Schieber wird sonst beschädigt.

Punkt 2:    Dieses sind die Flächen zur Aufnahme eines Außenmaßes. Auch wenn es so aussieht, als könne man damit die Mutter einer Verschraubung festziehen, sind diese Messflächen niemals dazu zu benutzen. Anderenfalls bekommt man es negativ mit dem Ausbilder zu tun, was wenig erfreulich wäre.

Punkt 3:   Dieses ist der Mess-Schlitten mit dem NONIUS (wird später noch erklärt). Hin und wieder mal ein (wirklich kleines) Tröpfchen Maschinenöl an dieser Stelle kann nicht schaden.

Punkt 4:
    Hier befindet sich eine Feststellschraube. Solche Schrauben werden keinesfalls mit Gewalt oder gar einer Kombizange angezogen, sondern nur "handfest" von Hand, wie man so auf der Baustelle und in der Werkstatt sagt.

Punkt 5:   Hier findet der Daumen der rechten Hand seinen Platz, wenn das Maß aufgenommen werden soll und der Schlitten verschoben werden muss.

Am anderen Ende des Mess-Schiebers gibt es noch eine weitere Besonderheit zu sehen:


Dieser "Pinökel", der da beim Schieben mit raus und rein fährt, ist nicht etwa zum Nasebohren, oder Ohr-Popeln gedacht, sondern es handelt sich um einen Dorn zur Aufnahme eines Tiefenmaßes.

Kommen wir nun auch schon zur ertsen Messung:

Wenn ich die äußere Länge meines LinuxMint-USB-Sticks bestimmen möcte, so lege ich den Stick zwischen die beiden Flächen für das Außenmaß und schiebe den Schlitten VORSICHTIG mit dem Daumen der rechten Hand von außen auf den Stick:


Jetzt können wir das Ergebnis der Messung (die äußere Länge des Sticks) grob (auf den Millimeter genau) an der Nullmarke des Nonius ablesen:


Wir lesen also "6,5", also 65mm ab.

Mein USB-Stick hat also eine Länge von 65mm.

Jetzt möchte aber jemand das Innenmaß des USB-A-Steckers wissen. Hierzu benutzen wir dann die Dorne für das Innenmaß, führen diese in den Stecker ein und ziehen den Schlitten mit dem Daumen der rechten Hand VORSICHTIG nach außen:





Jetzt können wir das Innenmaß des Steckers ablesen:


Das Maß ergibt sich zu 11,04 mm.



Fortsetzung folgt.








 

 

Viel Vergnügen mit dem neuen Messschieber,




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