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Letzte Bearbeitung: 02.04.2017, 14:04

4.4.5 Steilgewindespindel erkunden

Erstellt ab 19.03.2016

 

Vor ein paar Tagen klingelte nach langer Zeit einmal wieder das Telefon bei mir. Am anderen Ende der Leitung war ein freundlicher Herr der Firma IGUS. Er fragte mich, ob ich Interesse an einem Muster einer Steilgewindestange hätte. Ich war sehr interessiert, denn so etwas suche ich schon lange für meine Bastelfräse.

Ich fragte auch nach einer passenden Mutter und bot an, diesen Artikel zu den beiden Systemkomponenten zu schreiben. Daraufhin hat mir der freundliche Anrufer auch noch diese passende Mutter zugesagt.

Gestern war es dann soweit. Ein IGUS-Päckchen erreichete mich.

Ich öffnete es und betrachtete den Inhalt:



Sehr aufgeräumt und so verpackt, wie man es in der Industrie gewohnt ist.

Ich schaute in das Röhrchen und nahm auch die Iglidur® Mutter aus der Tüte:


Das Ganze hat zöllig Maße:

Durchmesser der Spindel = 6,35 mm bei einer Steigung von 2,54 mm.

Diese (am Telefon so besprochene) Spindel passt also im Durchmesser genau zu meinen Schrittmotoren. Auch die zöllige Steigung von 2.54 mm sollte uns nicht beeindrucken, denn die Spindel wird ja später sicherlich mit einem Schrittmotor betrieben werden, der wiederum von einem PC "befeuert" wird.

Aber ich war doch beeindruckt von der guten Präzision, bei der händisch absolut kein Spiel zu erkennen war. Davon versuchte ich gleich mal eine Nahaufnahme zu machen:

 

Ok, der Schmutz im Gewinde war bei der Auslieferung natürlich nicht vorhanden. Ich konnte es nämlich gar nicht erwarten, beides einmal zusammenzufügen und ein paar Minuten damit zu "spielen". Aber auf diesem Bild ist sehr schön die Präzision der Spindel zu sehen. An der Mutter hängt etwas Grat, der jedoch mit einem Messerchen leicht entfernbar wäre.

Ich bin aber gestern noch gleich einmal zu meiner alten Werkstatt gefahren und freute mich, dass meine Konstruktion von vor etwa 2 Jahren dort noch herum lag. Es ist eine Vorrichtung für Vorschub-Versuche und diese besteht aus einem aufgesetzten Schrittmotor, Marke "Pollin" und einer M6-Messing-Gewindestange.

Was der freundliche Herr am Telefon sicherlich nicht wusste, ist, dass ich schon gute Erfahrungen mit dem Werkstoff IGLIDUR® habe.

Wie wir auf dem Foto sehen, habe ich nämlich ein IGLIDUR® - Stehlager als Gegenlager für die Gewindestange verwendet:

Wir sehen zwei Stehbolzen, in die das Lager kopfüber montiert ist. So kann ich die Gewindestange später gut und einfach ausrichten, denn das Lager hat zwei Langlöcher. So sind Freiheiten in X und Y möglich. Damit das Lager keinen Schaden beim Festschrauben nimmt, habe ich vier wunderbare, passende M4 Karosseriescheiben verwendet.

Aber vergleichen wir nun einmal die Gewindestangen mit einem Detailfoto:


Unten ist die metrische Gewindestange zu sehen, die aus Messing gefertigt ist ("gelb"). Oben sehen wir die Steilgewindespindel in edlem "Silber". Ganz deutlich sind die verschiebenen Steigungen zu sehen, die wie folgt lauten:
  • Steilgewinde = 2,54 mm pro Umdrehung
  • M6 = 1 mm pro Umdrehung

Es macht hier nur scheinbar den Eindruck, dass es sich um verschiedene Gängigkeiten handelt.
Beide Spindeln sind rechtsgänig.

Der Zettel, der übrigens als Unterlage dient und mit Millimeterpapier bedruckt ist, ist ein nettes Werbegeschenk eines Freundes von mir, der dereinst ein Ingenieurbüro betrieb. Ausgehend von diesem Büro habe ich etwa im Jahre 2000 herum meine erste Spende erhalten, um mit dem Strippenstrolch überhaupt "durchstarten" zu können.

Noch einmal dankeschön an dieser Stelle.

Aber nach diesem "Mini-Exkurs" wollen wir uns sogleich wieder den neuen Sachen vom IGUS zuwenden. Es stellt sich nämlich die Frage, wie ich die Spindel möglichst bastlerfreundlich an die Welle des Schrittmotors angebaut bekomme.

In ein paar anderen Artikeln habe ich bereits über die enormen Vorzüge von Kardangelenken (oft auch Kardankupplungen genannt) berichtet. Also werde ich auch tunlichst bei dieser Technologie bleiben, denn das hat mehrere Vorteile, wie wir noch sehen werden.

Als erstes betrachten wir einmal ein solches Kardangelenk:

Das Gelenk an sich ist aus einem Kunststoff gefertigt und dann kann man noch dazu verschiedenste Messing-Einsätze kaufen, die entweder bereits vorgebohrt sind, auf Maß sind, oder auch gleich ein metrisches Innengewinde besitzen. Ich weiß es nicht genau, aber vielleicht gibt es diese tollen Teile ja auch schon aus dem guten Werkstoff IGLIDUR®.


Am Samstag möchte mich ein Freund besuchen, der meine Modellbau-Drehbank gekauft hat.

Wir wollen dann besprechen, wie die Messing-Einsätze bearbeitet werden müssten.


Fortsetzung folgt.

(Artikel in Arbeit, bitte surfen Sie gelegentlich wieder hier her.)

Viel Freude beim Basteln,

 


Dieser Artikel wurde durch die freundliche Sachspende dieser Firma ermöglicht:



IGUS GmbH, Köln


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