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4.2.5 Schrittmotortreiber für Rasterplatinen

Erstellt ab 02.11.2016

Inzwischen gibt es Schrittmotortreiber "wie Sand am Meer" und die Verkaufszahlen meines schönen Treibers 9.1.2 gingen gegen Null. All über all unterbot man mich, weil mein guter Treiber nun mal seinen Preis hat. Es ist ja auch sehr robust und zudem komplett reparabel.

Naja. So'n Schiet !

Da bricht der Verdienst weg.


Aber ich kann auch anders und möchte hier einmal einen schönen Treiber konstruieren, der eigentlich so einfach aufgebaut ist, dass ihn jeder selber nachbauen kann, der einen Lötkolben auch nur halten kann.

Sozusagen als Gegen-Argument.

Ich schlenderte neulich so durch den Pollin-Online-Katalog und da fiel mir ein kleiner Schrittmotortreiber ins Auge, der mit dem Chip A 4988 ausgestattet ist und völlig vorkonfiguriert ausgeliefert wird:


Klar bestellte ich ein Probe-Exemplar und war doch von der Winzigkeit beeindruckt:



Verglichen zum Modul wirkt die Büroklammer brutal groß.

Ich haderte schon herum, dass ich nun mühsam den obigen Schaltplan mit den Anschlusspins in Einklang bringen müsste, aber da sah ich auf der Rückseite fein säuberlich ein Pinout aufgedruckt, was an Einfachheit nicht mehr zu unterbieten ist, was mich sehr gefreut hat:


Aber damit kann man ja nicht arbeiten und so schmiedete ich mit meinem guten SPlan 7.0 von ABACOM ein schönes Pinout, was man sich zum Aufbau auf den Schirm holen kann:



(Wer viel Tinte im Drucker hat, der mag es sich wohl auch ausdrucken wollen.)

;-)

Klar war die Beschaltung dermaßen einfach, dass ich schon nach etwa 10 Minuten des Steckens auf einem Breadboard kompletten Erfolg hatte und der Motor sich schön im Takt des Funktionsgenerators drehte:



Ok, noch ein wenig wuselig, aber ich bringe sogleich ein wenig Licht in diesen "Drahtverhau":


Wie es sich für einen Strippenstrolch geziemt, habe ich natürlich die Dinge noch ein wenig weiter vereinfacht, denn es geht wirklich auch immer noch etwas einfacher als einfach. :-)


Dazu habe das Pinout schlicht erweitert, denn mehr ist nicht nötig:




Wer jetzt  meint, gleich los löten zu wollen, der kann das schon tun, allerdings hat der liebe Strippenstrolch noch einen weiteren Plan in Vorbereitung. Nämlich einen Lochrasterplan, aus dem dann sämtliche Lötpunkte, Bauteile und Unterbrechungen hervorgehen, die man so für den Aufbau braucht.

Dies kann ein Weilchen in Anspruch nehmen, denn der Lochmaster 3.0 (ebenfalls von ABACOM) will auch zuvor gut  und sicher auf dem total "goilen" UBUNTU-MATE mit REDMOND-Visibility installiert sein.

Uuups ... ging doch flotter, als erwartet. :-)

Zunächst zeige ich die beiden Seiten der Einzelplatine:

        

Jetzt heißt es:

Immer schön Löcher zählen und die Unterbrechungen nicht falsch setzen.

Es versteht sich von selbst, dass das Modul nicht falsch herum eingesteckt werden darf. Aber etwas sollte ja noch zum Grübeln übrig bleiben, so dass die Spannung noch etwas erhöht ist, ob auch alles klappt.

So und nun das "Sahnehäubchen" oben drauf:

Eine Platine für X-Y-Z-Maschinen:



Um die Unterbrechungen besser zu sehen, hier die Lötseite:



Wer jetzt aber denkt: "Hey, da zersäbele ich einfach meinen letzten 40poligen IC-Sockel", der hat sich getäuscht, denn die Module passen nicht hinein. Da hilft leider kein Quetschen und Drücken, lasst es besser sein. Es müssen schon Buchsenleisten her, dann flutscht alles ganz prima:



Hier noch ein kleiner Tipp am Rande:

Wer die zugeschnittenen Buchselneisten erst auf das Modul aufsteckt und dann erst einlötet,
der erspart sich später böse Überraschungen mit der Winkligkeit.

Nebenbei Platzt mir hier öffentlich der Hals:



Ich möchte gern einmal wissen, wer immer diese doofen Etiketten genau mitten auf die Lochrasterplatine kleistert ?

Wozu soll das gut sein ?

Zum Ärgen der Auszubildenden ?

Da fummelt man einen ganzen Tag dran herum, bis der Lodder wieder ab ist.

"Grummel ..."

22.11.2016:

Trotzdem war dann nach etwa 3 Stunden Bastelzeit ein wunderschöner 3-achsiger Schrittmotortreiber fertig:




Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass die drei Eingänge MS1 bis MS3 direkt an logisch 1 (plus 5 Volt) geschaltet sind. Damit habe ich festgelegt, dass der Treiber mit 1/16 Schritten arbeitet.

Das tut er auch wunderbar, was ungeahnte Auflösungen hervorbringt.

Der große Nachteil ist aber, dass die Schrittfrequenz auch um den Faktor 16 höher sein muss, wenn man den gleichen Vorschub wie bei einem Vollschrittbetrieb erreichen möchte. Und genau da stößt unsere schöne Basteltechnik schon hier und da an ihre Grenzen.
So habe ich z.B. die oben gezeigte Europakarte in meine X-Y-Z-Maschine eingebaut und festgestellt, dass 1/16 Schritte schon eine viel zu hohe Auflösung darstellt.


Also will ich mal sehen, ob ich eine verbesserte Version hervorzaubern könnte:

  • Es sollen die drei Eingänge MS1 bis MS3 mittels DIP-Schaltern codierbar sein
  • Der ENABLE-Eingang kann wunderbar für den Anschluss eines NOT-AUS-Schalters Verwendung finden
  • Es sollte in dieser zweiten Version schon eine geätzte Platine sein
Für meine Anwendung könnte man je nach übrig gebliebenem Platz noch eine PICAXE vorsehen, die da aufsteckbar wäre.  Aber vielleicht wäre das noch etwas für ein gesondertes Projekt.
Fortsetzung folgt.

Danke für die vielen Aha-Effekte,


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