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3.0.2 Die Wechselschaltung

Erstellt ab Sommer 2003

Wenn man nun eine Lampe von zwei Stellen ein- und ausschalten möchte, so kann man sich eine Wechselschaltung bauen. Dazu benötigt man zwei Wechselschalter. Diese Wechselschalter haben einen Wechselkontakt, bei dem der Strom mal über den einen und mal über den anderen Kontakt geleitet wird:

Unter den Plastikabdeckungen an den Wänden findet man diesen Schalter. Er nennt sich "Unterputz- Trockenraum- Schalter" und wird auf Merkzetteln und vielen Verpackungen kurz mit "Wechselschalter UPTR" bezeichnet. Ein Unterputz-Feuchtraumschalter hat links und rechts je eine Spreizklemme, mit der er in die Dose eingebaut wird. Man dreht dazu die beiden Schlitzschrauben 1 rechts und links fest, wobei sich zwei Spreizer in die Dose klemmen. Hier solltest Du darauf achten, dass keine Adern zwischen Spreizer und Dose eingeklemmt werden, das ist ja klar.

Die bogenförmigen Aussparungen 2 im Blech benutzt man für Hohlwanddosen, aus denen Schrauben herausgucken, die man in die bogenförmigen Aussparungen einführen und dann festschrauben kann.

Sein "Kumpel" ist der Feuchtraumschalter, der komplett in einem Kunststoffgehäuse "wohnt". Er wird mit APFR bezeichnet, was soviel wie "Aufputz- Feuchtraum- Schalter" heißt. Seltener finden man den APTR, den "Aufputz- Trockenraum- Schalter", weil der Kunststoff dieser Schalter doch recht empfindlich gegen Stöße ist und er nur unwesentlich kleiner als ein APFR ist. Der APTR wird nur dort eingesetzt, wo ein APFR wirklich nicht schön aussieht, bzw. kein Platz ist. Ansonsten nimmt man Aufputzfeuchtraumschalter auch in trockenen Räumen, weil sie wie gesagt viel stabiler sind.


Hier nun aber einmal die Schaltung einer in zusammenhängender Darstellung:



Es sind die benötigten Kabel gleich mit eingezeichnet. Man benötigt 3x1,5qmm und 4x1,5qmm NYM oder Stegleitung. Es gibt auch 3x1,5qmm NYM-O, das ist ein spezielles Kabel ohne Schutzleiter, nur mit Schwarz, Blau und Braun. Aber in den letzten Jahrzehnten sind die vieradrigen Kabel sogar billiger, als die dreiadrigen ohne Schutzleiter. Man kann also ruhig gleich  vieradrige Kabel einkaufen.

Wir sehen im Schaltbild auch, dass der PE (grün-gelb) nirgends Spannung führt. Im obigen Schaltungsbeispiel nennt man übrigens die beiden blauen und braunen Kabel, die von den Schaltern zurückkommen die "Korrespondierenden". Jeweils senkrecht über den Schaltern wird dann eine Abzweigdose gesetzt, in der die Klemmen liegen.



Wago-Klemme (Conrad-Shop)


Die hier gezeigte Klemme lässt sich besonders gut verarbeiten und hält ewig. Sie wird auch von erfahrenen Elektrikern immer gern eingesetzt, weil die Installation dann viel schneller geht:

Man isoliert die Enden der Adern etwa 11 mm ab und steckt sie einfach in die Klemme. Zum Entfernen der Adern aus den Klemmen zieht und dreht man gleichzeitig an Ader und Klemme, bis sich die Ader löst. Um Messungen vornehmen zu können, ist an der Rückseite der Klemme ein kleines "Fensterchen", in das man die Prüfspitze oder auch einen Phasenprüfer hineinstecken kann.

Nun noch einmal die obige normale Wechselschaltung in aufgelöster Darstellung, da wird es gleich sehr viel übersichtlicher:



Wie wir hier auch sehen, wird stets der Außenleiter geschaltet, und der Null bleibt direkt mit der Lampe verbunden. Das ist sicherer und wird auch immer so gemacht, damit die Lampe nicht an der Phase liegt, wenn sie nicht leuchtet und ausgeschaltet ist. Es gibt eine Schaltungsvariante, bei der eine Ader eingespart werden kann, die sogenannte Sparwechselschaltung . Aus Gründen der Sicherheit verzichte ich hier auf den Schaltplan dazu, denn man kann dabei einen sehr  gefährlichen Fehler machen, wenn man diese Schaltung nicht richtig verdrahtet. Manchmal wird eine solche lebensgefährlich fehlerhaft verschaltete Wechselschaltung auch " Hamburger Schaltung " genannt.

Daher hier noch einmal die dringliche Warnung:

Der Null gehört immer direkt und ungeschaltet an die Lampe !
Niemals wird der Null einer Lampe geschaltet !


(Sowas wird nur im  KFZ durchgeführt.
Dort handelt es sich ja auch oft lediglich um 12 Volt bzw. 24 Volt.
Diese Spannungen liegen noch locker im Bereich der Schutzkleinspannungen,
so dass bei einer geschalteten Masse nichts passieren kann.)


Lediglich bei Lampen wie etwa Nachttischlampen / Arbeitsleuchten / Schreibtischlampen usw. kann dies anders sein, je nachdem wie herum man den Stecker in die Steckdose steckt. Daher sollte man beim Wechseln der Glühlampe stets den Stecker aus der Steckdose ziehen.

Zum Testen der fertig verdrahteten Wechselschaltung gehst Du ganz einfach vor:

Du schaltest abwechselnd S1 und S2 und das vier mal. (Entweder hin und her laufen, oder mit zwei Personen). Dabei muss die Lampe jeweils aus- bzw. einschalten. Sollte sie das nicht tun, so hast Du einen Fehler gemacht und musst  alles kontrollieren.  Es muss immer 4 mal geschaltet werden (abwechselnd), da es Fehler gibt, wo man zwar an der einen Seite einschalten kann, aber an der anderen Seite nicht wieder aus. Ohne diesen Testvorgang könnte man solch einen Fehler übersehen und ärgert sich, dass man das gerade weggepackte Werkzeug wieder hervor holen muss.


Netzspannung ist lebensgefährlich !


Wer es nun aber etwas komplizierter mag, der kann sich folgenden Schaltplan anschauen.

Wie Du siehst, ist nun die Phase L1 (Außenleiter 1) bis zur letzten Abzweigdose mit durchgeschleift. Daher kann man nun Schutzkontaksteckdosen an jeder Abzweigdose verklemmen:

 

 

In der letzten Abzweigdose vor der Lampe bleibt der Außenleiter L1 als Reserve liegen und wird mit einer Dosenklemme gegen Berühren gesichert. So kann man später auch von der letzten Abzweigdose aus erweitern und ergänzen.

Hier noch einige Alternativen, die mir Martin G. zugesandt hat:


 

 


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