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1.1.5 Das Laborsteckbrett

Letzte Änderung: 22.06.2007

Für kleine, schnelle Lösungen eignet sich auch das Steckbrett oder Laborsteckbrett, oft auch als Steckboard, Breadboard oder einfach Board bezeichnet.

In dieses Brettchen kann man die Bauteile direkt ohne Bearbeitung mit den Anschlüssen hineinstecken. Die einzelnen Löcher sind immer zu je fünf Stück miteinander verbunden. Außen laufen dann noch zwei Lochreihen entlang, die von links bis rechts durchverbunden sind.


Allerdings hat die Erfahrung gezeigt, dass es gerade bei Anfängern und den „sehr kleinen Bastlern” häufig dazu kommt, dass die Anschlüsse verbiegen und sich auch oftmals Kurzschlusse zwischen den Anschlussdrähten der Bauteile bilden.

Für den fortgeschrittenen Bastler ist es allerdings eine wertvolle Hilfe, wenn er mal schnell einen Versuch stecken kann, um z.B. verschiedene Bauteilwerte auszuprobieren. Hier noch einmal ein etwas größeres professionelles Modell:



Diese Boards gibt es im Elektronikhandel in verschiedenen Größen und Ausführungen zu kaufen, aber sie sind alles andere als billig.



So könnte dann eine einfache Versuchsschaltung aussehen. Hier siehst Du auch deutlich die dünnen isolierten Telefondrähte, die als Brücken verwendet wurden (braun). Man braucht die Telefondrähte nur etwa 5 mm an den Enden abzuisolieren. Ein Clip für eine 9-Volt-Block-Batterie rundet die Sache ab. Solche Clipse gibt es in allen Elektronikläden.


So in etwa sieht also ein Steckbrett aus. Die Stecklöcher sind immer in Fünferreihen angeordnet. Die elektrischen Verbindungen zwischen diesem "Löchern" zeigt die nächste Grafik:


Die senkrechten Reihen sind jeweils zu "Fünfergruppen" miteinander verbunden. Die langen Quer-Reihen sind alle miteinander zu jeweils einem langen "Strang" verbunden. Diese "langen Leiterbahnen" kannst du zur Spannungsversorgung benutzen. Bei großen Steckboards können auch die langen Querreihen noch elektrisch unterteilt sein. Bitte darauf achten, einfach mal durchpiepsen.

Als Brückenmaterial eignen sich beispielsweise Einzeldrähte aus einer Telefonleitung. Flexible Litzen funktionieren nicht, mit denen funktioniert das Einstecken in die Löcher nicht.

Du kannst die Brücken in der Länge abschneiden, so wie Du sie brauchst und so, dass die Übersicht noch gewährleistet ist. Bei mir hat sich herausgestellt, dass längere Brücken vorteilhaft sind, denn dann muss man nicht für jede Brücke extra ein Drahtstückchen anfertigen.

Durch die längeren Brücken leidet allerdings die Übersicht. Also ist es zunächst empfehlenswert, die Brücken tatsächlich nur so lang zu lassen, wie man sie braucht. Erst später, wenn genügend Erfahrung vorhanden ist, reichen die langen Brücken. Ich lasse meine Drahtbrücken immer etwa 10 cm lang, wie es oben auf dem Foto mit der Batterie drauf zu sehen ist.

Dann auch bitte Obacht geben, wenn Bauteile mit besonders dicken Beinchen gesteckt werden sollen:

Nicht mit Gewalt einstecken, weil sich sonst die feinen Kontaktfedern des Steckboards verbiegen können und das Board dann beschädigt ist. Hier sollte man an die dicken Beinchen einen dünneren Telefondraht anlöten, den man dann leicht einstecken kann.

Viel Vergnügen also, ein Steckbrett ist eine wahre Bereicherung für jeden Bastelraum. Eine kleine Probeschaltung ist viel schneller gesteckt als auf einer Lochrasterkarte aufgebaut.



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