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1.1.2 Die Brettschaltung

Erste Fassung: Winter 1999

Wenn Du in die Elektronik „hineinschnuppern” willst und mal ein paar ganz einfache Schaltungen löten möchtest, so werden dir vielleicht die Platinen in den elektronischen Geräten sehr kompliziert vorkommen.
Meistens ist das auch so, denn solche Geräte werden zumeist nicht von einer Person entworfen, sondern von mehreren Experten, die im Team arbeiten.

Also vergiss einfach erstmal, genau solche Platinen herstellen zu wollen und fange mit ganz einfachen Schaltungen an, wenn Du noch nie elektronische Schaltungen gemacht hast.

Du benötigst dazu nur einen Lötkolben, ein Brettchen und ein paar Reißbrettstifte. Als Hilfe kannst du  auch den Schaltplan auf dem Brettchen mit Filzstift aufmalen.
 
 
So sieht das dann aus:
 

Überall dort, wo ein Beinchen eines Bauteils hinkommt, drückst Du einen Reißbrettstift in das Brettchen:
 

Das Brettchen mit den fertigen Reißbrettstiften:
 

Nun verzinnst Du die Reißbrettstifte mit Lötzinn:
 

Als „Leiterbahnen” zwischen entfernt liegenden Bauteilen nimmst Du am besten  versilberten  Kupferdraht oder verzinnten Kupferdraht, der lässt sich am besten löten.
 
Danach lötest Du also die Silberdrähte auf die Reißbrettstifte auf.
 

Dann kommen die Bauteile dran:
 

Nun sollte Deine Schaltung funktionieren. Hier mal eine einfache Schaltung mit einer Leuchtdiode:
 

Wenn die Beinchen der Bauteile mal zu kurz sein sollten, so kannst Du sie mit dem versilberten Cu-Draht verlängern, indem Du ca. 5cm lange Stückchen an jedes Beinchen anlötest.
 
Für die Brettschaltung brauchst Du:
  • Verschiedene Brettchen, etwa 10 x 20 cm und 1 cm dick, keine Spanplatte oder Eiche
  • Ein Päckchen Reißbrettstifte aus Messing, ohne Plastik-Kopf
  • Lötzinn
  • Lötkolben
  • Elektronische Bauteile
  • Versilberter Cu-Draht
 
Viel Erfolg bei Deinen ersten Versuchen !

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Markus aus Bayern schrieb dazu am 20.09.2010 folgendes Feedback:
 
Text und Fotos (c) Markus:

Meine Jungs(5,7) kommen jetzt in das Alter, wo man sie für technische Dinge begeistern kann. So haben wir am Wochenende unsere erste Brettschaltung zusammengetütelt (strolch'scher Ausdruck). Meine Frau lag mir schon die ganze Zeit in den Ohren, das sich doch mal mit den Jungs wieder mal was basteln könnte und da kam der Sonntag gerade gelegen. Papa rief den Jungs zu „ Wollt ihr mit mir was basteln??“, was sogleich auch mit einem freudigen „Juhuu ja“ kommentiert wurde. Also flux 3 Brettchen geholt, Led´s, Klingeldraht  und einen Sack voll Reiszwecken. Sie durften sich die Farbe auswählen und jeder wollte Grün haben. Danach bauten wir eine einfache Schaltung auf:
 
Stromquelle -> Verbraucher
 

(c) Markus

Natürlich wollte ich das Lernen nicht zu  kurz kommen lassen, und so hab ich jedem ein Multimeter gegeben, zum Spannung messen und Durchgang prüfen. Durchgangsprüfung war das Tollste, denn da piepste das Multimeter immer so schön tolle . Die Freude und Begeisterung war riesig als die Schaltung fertig aufgebaut war, wir die Batterien anschlossen und die Led leuchtete. Schon kam der nächste Wunsch ( kennst Du dass auch, das Wünsche immer Junge bekommen?)  „Papa wir wollen einen Schalter, zum an machen, und aus machen“. Schon in der Erwartung, sie bekommen jetzt so einen schönen chromglänzenden Kippschalter, kam ich nur mit einen etwas dickeren Draht zurück und bastelte aus diesen einen Ein/Aus Schalter.
 
(c) Markus
 
Du kannst dir nicht die Überraschung vorstellen, als sie sahen, dass man auch aus einem einfachen Draht so was Komplexes (für Kinder) wie einen Schalter basteln  kann. Dieser wurde dann auch kräftig gebraucht:
 
EIN AUS EIN AUS EIN AUS
 
Hui, das blinkt auch noch tolle wenn man dass schneller macht.
 
Leider währte die Freude nicht lange, denn wir hatten etwas Wichtiges vergessen: Den Vorwiderstand „grumml“. „Papa die Lampe blinkt nicht mehr“ „Mmmh lass mal sehen“ Tja wie gesagt 4.5V mit einer grünen LED(2,5V) war einfach zuviel.
 

(c) Markus & Söhne
 
Also runter in den Keller und Vorwiderstand ausgerechnet. Mit meinem Großen hab ich dann auch noch mal den Strom gemessen, mit und  ohne Vorwiderstand und ihm erklärt, dass bei normalen LEDs der Strom nicht höher als 20mA betragen sollte. Also, Vorwiderstand eingebaut und nun stehen diese Brettchen auf ihren Nachkästchen und  ganz stolz werden sie als Nachtlicht eingeschaltet.

Du wirst Dich jetzt wohl fragen: „Warum erzählt der mir das?“

Na ja die Brettschalungsidee hab ich von Deiner Seite, und war das erste, wo ich mir gedacht habe: „Das machste auch mal mit den Jungs“.
 

(c) Markus

Du siehst, Deine Seite war auch ein Ideengeber und darauf kannst Du mächtig stolz sein.
Deshalb möchte ich dir mal DANKE sagen.
Danke für deine tollen Ideen, die auch in mir immer wieder zu neuen Ideen geführt haben.
Danke für deine tollen Geschichten, die mich über die Jahre (7 Jahre Stammleser) hinweg, mal zum Nachdenken, mal
zum Schmunzeln, oder zum Lachen gebracht haben.

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Elektronikgenuss sagt dankeschön für diese lieben und interessanten Zeilen.
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