Zurück zum Menü 4 4.1.1.a Solar-Regenwasser-WC-Erweiterung Erstellt ab Sommer 2008 |
| Wir schreiben
inzwischen das Jahr 2008 und
das Regenwasser-Solar-WC-Projekt,
das
im
Jahre 1994 begonnen wurde, geht nun weiter. Es hat mich doch fasziniert (wie "Mr.Spock" sagen würde), dass die Akkutechnologie immer weiter voran schreitet. Vielleicht lohnt es sich schon bald, die eigenen Erfahrungen einmal auszunutzen und die Akkutechnlologie nicht an sich vorbei ziehen zu lassen. Sicherlich stehen noch immer die drei inzwischen alten Autobatterien herum und warten auf guten Sonnenstrom. Nun gut, da habe ich zunächst einmal ein Brett an die Wand geschraubt, um darauf dann flexibel und schnell meine Solarschaltungen anbringen zu können: ![]() Wie man sieht, erscheint oben
links zunächst die bekannte Ladeschaltung, um die Akkus erstmal
wieder fit zu bekommen. Auch der "Kabelsalat"
wurde erst einmal wenisgstens so ähnlich wie ein Kabelbaum ausgebunden. Nich so ganz
fest und haltbar, damit ich schnell und flexibel meine Ideen walten
lassen kann:
![]()
So, wir haben jetzt Juni 2008
und was ist jetzt zu tun ?
Nun ja, die Solarpanels sind ja
nun wieder für die Akkus in Betrieb und somit ist der Sunmaster
130 S unbenutzt. Das kann natürlich nicht sein, denn auf dem
Blechdach des Geräteschuppens befinden sich auch noch einmal 2
PV-Module, 12 Volt, mit je 5 Watt.
![]() Ganz in der Nähe befindet sich aber auch der Gartenteich, an dem eine Bewässerungspumpe mit 8 Watt 230 Volt läuft. ![]() Was liegt also näher, als den 130 S erstmal dort in den Geräteschuppen einzubauen und die Teichpumpe zu puffern ? ![]() Gedacht, getan... ...fummel...
...fummel... ...schon fertig.
Sieht ja ganz gut aus, aber:
Wieso "nur" 222 Volt und
nicht 232 Volt ?
Nun, der Kabelweg ist doch relativ lang und die "neue" Norm mit den 230 Volt ist zwar schön und gut, kommt aber eben nicht immer auf das Volt genau hin. Sicherlich müsste ich jetzt eine Gegenmessung sowohl direkt an der Pumpe als auch direkt hinter dem Zähler machen, um beweisen zu können, dass das kirchhoff'sche Gesetz auch tatsächlich wirksam ist, und hier nicht vielleicht etwa eine "physikfreie Zone" ist. Nun gut, mache ich das noch
schnell:
Rumpelpumpel ... ...
Messgerät
... ... tüddel, tüddel, Messstrippen ...
Aha:
Nun gut, zurück zum
eigentlichen Solar-Regenwasser-WC:
Um nun ein paar Schwimmerschalter einbauen zu können und den wuchernden Pflanzen entgegenzuwirken, habe ich erst einmal ein paar Brunnenringe zusätzlich auf die Schächte gesetzt: ![]() Jetzt habe ich 50 cm bis zum
Boden und das Kraut wächst nicht mehr in den Schacht hinein.
Und hier der Blick in den Wassertank, der momentan gut gefüllt ist: ![]() Hier noch einmal ein Blick in
den Filter:
![]()
Diese Konfiguration hat nun bereits 14 Jahre lang ihren Dienst getan. 1994 wurde die erste WC-Spülung ausgelöst. Aber ich berichtete ja, dass es im
Winter mit dem Wasser knapp
werden kann.
Dagegen soll nun das neue Konzept helfen, zu dem auch die obigen zusätzlichen Brunnenringe dienen sollen ( von dem "Anti-Unkraut-Effekt" einmal abgesehen). Dazu ist natürlich eine Einspeisung nötig, die ich aber nicht vom Trinkwasser nehmen möchte, sondern aus meinem Brunnen, der im Winter immer genügend Wasser führt. Warum nicht überhaupt nur aus dem Brunnen nehmen ?
Nun, der fällt im Sommer öfters mal trocken und auch sonst ist das Wasser sehr eisenhaltig, so dass sich die WC-Becken verfärben würden. ( Schon probiert, diese Rostverfärbung bekommt man nicht mehr weg... ) Hier aber erst einmal ein
ungefähres Schema der erweiterten Anlage:
![]() Bei diesem Konzept müsste
eigentlich sowohl im Sommer als auch im Winter genügend Wasser da
sein, ohne das Trinkwasser "anzapfen" zu müssen.
Sicherlich ist bei uns in Europa mehr so eine "Spielerei", aber es gibt ja noch andere Gegenden auf der Erde, sozusagen. Vielleicht ist man dort sehr interessiert, was sich hier in "good old Germany" so tut. Jetzt muss ich also erst einmal die nötigen Rohrleitungen so zusammenlöten, so dass sich das Konzept umstzen läßt. Erstmal wird die Anlage dann mit einem Schaltnetzteil weiter betrieben, denn meine Solartplatinen sind noch nicht fertig. Die erste Platine dazu wird ganz klar ein PICAXE-Projekt werden, denn die Picaxe ist allemal schnell genug, die Pumpen und später auch den Ladestrom richtig steuern und regeln zu können. So, nachdem ich nun einige Tage "gewerkelt" habe, bin ich schon etwas weiter gekommen und habe auch das Konzept mit dem Einspeisewechselrichter wieder über den Haufen geworfen. Warum ?
Nun ja, mir fiel so ein, dass
ich ja auch noch eine thermische
Solaranlage mit 5kW abgegebener Leistung betreibe. Dazu
gehört eine Umwälzpumpe,
die die Trägerflüssigkeit bewegt. Diese Pumpe läuft mit
230 Volt und hat etwa 125 Watt.
![]()
Meine Großen PV-Module auf der Garage haben
aber auch etwa 120 Watt.
![]() Was liegt da also näher,
als den Wechselrichter in der Nähe der Umwältpumpe ans Netz
anzuschließen und so die Umwälzpumpe
solar
zu
puffern ? Wenn die
thermische Solaranlage läuft, laufen auch die PV-Module und
bereiten mir etwa 50-120 Watt Solarenergie auf.
Gesagt, getan, lächerliche
halbe Stunde Arbeit und hier ist der Wechselrichter jetzt:
![]()
Also puffert mir jetzt der 130 S
die Umwälzpumpe "so vor sich hin" ...
Naja, ok, hätte ich schon einige Jahre früher drauf
kommen können, aber so gesehen musste ja auch erst das 24
Volt-Kabel bis in den Heizungskeller "getüddelt" werden. Ich habe
dazu NYM 5x1,5 qmm genommen, den PE unbeschaltet gelassen und je zwei Adern doppelt genommen.
Sicher, bei den 8 Ampere der Solaranlage benötigt man keinen 3 mm Querschnitt, aber ich habe mir gedacht: Da habe ich
ja weniger Verluste.
Und ehrlich gesagt: Ich hatte
das fünfadrige Kabel sowieso noch liegen...
--------------------------------------------------------------------------------------- Sonnenwärme, Sonnenstrom, das hält ein Leben lang, mein Sohn. Aber: Machst du "Paneele" auf das Dach, so sagt man dir den "Öko" nach. Doch im Verlaufe mancher Zeit fast jeder nach "Paneelen" schreit. So ist es auch 2008: Mit Ölpreis hat man uns bedacht. So mancher raunt in leisem Ton: "Ach, hätt ich die Paneele schon." "Das kost' ja ganz bestimmt viel Geld", "Ach, hab' ich schon das Öl bestellt ?" "Das ist mir jetzt nicht ganz geheuer", "warum bloß ist das Öl so teuer ?" "Was der "Öko" jetzt wohl macht ?" "Den ich damals ausgelacht ?" --------------------------------------------------------------------------------------- Ok, jetzt ist alles
angeschraubt und eingehanft und mit dieser "Wagenschmiere" Neofermit
abgedichtet. Nun kann es erstmal laufen, bis ich eine Lösung
für die Solartechnik habe, die auch mit kleinen Modulen auskommt.
Hier das bisherige Schema:
Wer jetzt bislang aufmerksam
war, der wird bemerkt haben, dass nun wieder die kleinen Solarmodule
frei sind und ich mit diesen 10 Watt-Peak nun etwas "zaubern" kann. Das
vieradrige Kabel (schwarz)
wurde als Telefonkabel ausgeführt, wovon ich noch ein
Stückchen hatte. Für elektronische Anwendungen reicht das
locker hin.
Auf diesem Bild sieht man, wie ich die Schalter in den Wassertank hineingehängt habe. Ich habe dazu zwei Löcher in die Brunnenringe gebohrt und eine Gewindestange da durch geschoben und verschraubt. Die Schwimmerschalter habe ich gleich am Kabel aufgehängt: ![]() Die hängen in
verschiedenen Höhen, 2/3 voll (1/3 leer) und 1/3 voll (2/3 leer).
Die kleinen grauen Deckel sind mit
Wachs vergossene Filmdosen, in denen die Kabel verlötet sind.
Hier ist einmal ein solcher Schwimmerschalter aus der Nähe zu sehen: ![]() Der Schalter ist mit einer robusten Edelstahl-Unterlegscheibe verschraubt, damit er auch im Wasser untergeht und sich nur der Schwimmer (weiß) bewegt. Ohne dieses Zusatzgewicht würde der Schalter nicht richtig funktionieren, wenn er nicht fest mit dem Wassertank verschraubt ist. Wir schreiben jetzt Sommer 2008 und ich habe eine weitere wichtige Neuerung angebaut. Es ist ein kleines Druckausgleichsgefäß, das die Membranpumpe für die Toiletten gleichmäßiger laufen lässt. Die im ersten Blog beschriebenen Schwingungen der Pumpe (ständiges Aus- und Einschalten) sind damit vollständig verschwunden. Hier noch ein Foto, wie die "Brettschaltung" momentan aussieht: ![]()
Mit diesem Behälter
läuft die Membranpumpe noch etwas leiser und flüssig in einem
Stück durch, auch wenn im oberen Stockwerk Toilettenwasser
gebraucht wird. Am einen Ende guckt ein Fahrradventil heraus, mit dem
man mit einer gewöhnlichen Fahrradluftpumpe Druckluft in den
Behälter hineinpumpen kann, um den Behälter vorzuspannen.
Werksmäßig ist er mit 0,9 Bar vorgespannt, was bei meiner
Anwendung auch gut funktioniert. Den Vorspanndruck soll man
natürlich hin und wieder mal kontrollieren.
Hier wurde ich fündig, was
den sehr gut verarbeiteten Behälter (Kunststoff, trinkwasserecht)
betrifft:
www.ccmeier.de Planung der Analgenfunktion
für den Sommer /
Winter:
Also im Sommer 2008 schalte ich
die Anlage so, dass ich mit der 2. Ersatz-Membranpumpe jeweils 1 mal am
Tag 15 Minuten mit Brunnenwasser nachspeise. Für den Winter plane
ich, einmal pro Tag mit der großen Gartenpumpe (Jet-Kreiselpumpe)
15 Minuten lang aus dem Brunnen nachzuspeisen. Ich hatte nämlich
die betrübliche Erfahrung gemacht, dass sich meine alte Gatenpumpe
über den Winter fest gesetzt hatte und die Welle so fest war, dass
die Wellendichtung bei dem Versuch, sie wieder gängig zu machen,
Schaden nahm. Um dies zu vermeiden will ich im Winter mit der
Gartenpumpe nachspeisen. Sicherlich wären 15 Minuten pro Tag viel
zu viel, aber ich habe noch eine einfache Zeitschaltuhr, die ich
einfach dazwischenschalte. Vielleicht stelle ich auch eine kleine
Picaxe-Schaltung her, die die Pumpe nur einmal pro Woche in Betrieb
setzt,
was sicherlich auch genügen sollte.
Die momentane, billige Zeitschaltuhr läuft zurzeit für die Ersatzmembranpumpe, was sehr gut funktioniert. Da diese Membranpumpe keinem Gegendruck ausgesetzt ist und daher mit nahezu null Bar läuft, ist sie fast geräuschlos. Das ist natürlich ganz angenehm, denn ich brauche die Zeitschaltuhr nicht nach der aktuellen Uhrzeit zu stellen und zu überwachen. Es reicht ja, einmal pro Tag für 15 Minuten nachzuspeisen. Meine Empfehlung, für einen 4-Personen-Haushalt mindestens einen 5000-Liter-Tank einzuplanen, gab ich ja schon im ersten Blog ab. Es steht aber auch zu bedenken, den Tank nicht all zu groß einzuplanen, sonst kann es passieren, dass das Wasser brackig wird. Etwa 5000 Liter sind schon eine annehmbare Größe. Schließt man die Waschmaschine über einen Feinfilter mit an, reichen die 5000 Liter natürlich keinesfalls und der Speichertank sollte noch größer bemessen sein. Als Fazit erstmal:
Planung jetzt: Selbst gebaute Schaltuhr mit Picaxe für die Winterzeit, nur 10 Minuten pro Woche nachspeisen, damit sich die Pumpenwelle nicht festsetzt.. Dieses Phänomen des Festsetzens der Pumpenwelle ist übrigens auch bei Umwälzpumpen an Zentralheizungen bekannt, weswegen in guten Heizungen auch eine Automatik drin ist, die die Pumpen über den Sommer ab und zu einschalten, obwohl die Heizung abgeschaltet ist. Wenn die Welle erst einmal fest sitzt, ist eine Beschädigung der Wellendichtung schon fast vorprogrammiert. Deshalb wird die kleine Picaxe-Schaltung auch sicherlich interessant, kostet sie sogar mit einem relativ teuren Zwischensteckergehäuse doch viel weniger als eine digitale Wochenzeitschaltuhr. In eine Abzweigdose eingebaut ist die Schaltung noch billiger. August 2008: Inzwischen habe ich eine Platine entworfen, die mir den Tank immer mit Brunnenwasser füllt: ![]() Wenn der obere
Schwimmerschalter nicht mehr mit Wasser bedeckt ist, öffnet er,
das Relais fällt ab und die Pumpe M1 beginnt zu laufen, bis der
obere Schwimmerschalter wieder mit Wasser bedeckt ist und
Schließt. Der Untere Schwimmerschalter hingegen ist momentan nur
mit einem Piezopiepser verbunden. Dieser Piepser wird ausgelöst,
wenn der untere Schwimmerschalter nicht mehr mit Wasser bedeckt ist.
Der untere Schalter dient also lediglich als Warnsignal. Somit ist mein
Wassertank also immer mit Wasser bis oben hin gefüllt, es
sei denn irgend etwas ist defekt, oder der Brunnen ist restlos leer und
gibt absolut kein Wasser mehr her.
Warum das Ganze ?
Nun, ich habe festgestellt,
dass ich mit den kleinen Membranpumpen viel länger Wasser aus dem
Brunnen ziehen kann als mit der großen Jetpumpe.
Möglicherweise liegt das an Reibungsverlusten, es kann aber auch
schlicht daran liegen, dass Membranpumpen oder auch Kolbenpumpen eben
besser saugen, wenn die Wassersäule erst einmal steht. Vielleicht
liegt es auch an dem Kavitationseffekt (sich lösende Luftblasen),
der bei der Membranpumpe eine kleinere Auswirkung hat, bzw. später
eintritt.
Naja, jedenfalls speise ich jetzt mit der Membranpumpe den Tank nach und sauge das Wasser für den Garten nun mit der Jetpumpe aus dem Wassertank. Die Membranpumpe für die Toiletten saugt ebenfalls nach wie vor aus dem Tank. Der Piezosummer ist nun also dazu da, mich zu warnen, wenn ich die Jetpumpe zu lange laufen lies und das Wasser im Tank zur Neige geht. Dann brauche ich jetzt nur noch die Jetpumpe auszuschalten (Wasserhahn zu) und zu warten, bis der Tank nachgespeist ist. Somit wird mein Brunnen
länger Wasser geben, als dies bislang direkt mit der Jetpumpe
möglich war. Leider haben Landwirte in der Nähe mir ihren
gewaltigen Tiefbrunnen dafür gesorgt, dass sich bei
mir im speziell im späten Frühjahr ein sehr
große Saugtiefe einstellt (Grundwasser sackt merklich ab).
Deswegen auch der ganze Aufwand mit der Nachspeiserei mit der
Membranpumpe.
Klar, ich bin meinem ursprünglichen Gedanken, alles autark laufen zu lassen ein wenig fremd geworden, aber diese Idee reifte ja auch, als der Brunnen noch 1995 einwadfrei lief und ich den Regenwassertank nicht zur Gartenbewässerung heranziehen musste. Hier noch einmal zwei Fotos, wie es jetzt aussieht: ![]() Im roten Kreis sieht man die
Platine, die mein Sohn Jan (13) für mich zusammengelötet hat.
![]() Hier ist der Trockenlaufschutz
von Gardena mit einem roten Kreis markiert. Die Jetpumpe ist aus Guss,
da ich festgestellt habe, dass die Inoxpumpen keinen wesentlichen
Vorteil gegenüber Gusspumpen haben. Eher haben sie Nachteile, denn
die Inoxpumpen sind stets viel lauter, was wohl an
Gehäusevibrationen liegen kann. Gusspumpen sind schön leise
und auch wesentlich billiger, saugen aber trotzdem mindestens genau so
gut. Dass Inoxpumpen länger als Gusspumpen halten, halte ich
für ein Gerücht, denn meistens macht die Wellendichtung
schlapp. Da hilft dann auch kein Nierosta-Gehäuse.
Wir schreiben heute den 26.05.2009 und leider geht es schon weiter mit dem Baublog. Warum "leider" ?
Nun, meiner Frau fiel auf, dass die Nachspeisepumpe im Heizungskeller nicht mehr abschaltete. Sie lief und lief und pumpte und pumpte. Ich dachte zunächst wieder mal an eine Luftblase, die sich im Saugschlauch gebildet haben könnte und überprüfte das. Ein wenig Luft war drin, aber die Pumpe förderte trotzdem treu das Wasser. Liter für Liter. Also schwante mir schon Übles, denn ich vermutete sofort, dass sich die Schwimmerschalter nicht für den Regenwassertank eignen und der obere Schwimmer in Stellung "leer" verklemmt sein könnte. Also öffnete ich den Domdeckel, schob die dicke Spinne, die sich dort eingenistet hatte ein wenig zur Seite und holte den Schwimmer heraus. Und tatsächlich:
Komplett über den
Schwimmer hatte sich eine braune schlammige Schicht gelegt, die die
Bewegung des Schwimmkörpers behinderte.
Nun, ich habe den Schwimmer erstmal gesäubert und wieder in den Tank gehängt. An dieser Stelle beschreibe ich jetzt also einmal, wie man sich einen Schwimmerschalter selber bauen kann, wenn das gekaufte Zeugs versagt. ----------------------------------------------------------------------------------
Klar, es gibt diese großen Schwimmerschalter für Tauchpumpen auch einzeln zu kaufen, aber ein wenig selber basteln ist ja auch immer schön. Also schaute ich in meine Sensor-Kiste und fand dort vier vergossene Quecksilberschalter von Pollin: ![]() www.pollin.de - Restposten Hier gilt es nun,
herauszufinden, wie die Schalter sich neigen müssen, um den
Kontakt zu schließen bzw. zu öffnen. Dies kann man mit einem
einfachen Durchgangspiepser herausfinden.
Aus dem Schaltbild oben ist ersichtlich, dass ich die Quecksilberschalter so konstruieren muss, dass sie öffnen, wenn der Schalter nicht mehr im Wasser hängt. Also quasi, wenn der Quecksilber-Sensor "schlapp am Kabel herunter hängt" und nicht mehr im Wasser schwimmt, muss er durchschalten. Hmmm, mal überlegen ...
Wenn ich jetzt meiner Frau zwei
Filmdosen "abschwatze" und unten in die Filmdose ein Stückchen
Styropor einbaue, darauf den Quecksilberschalter in der richtigen Lage
und das Ganze dann mit Kerzenwachs vergieße ?
Dann müsste die Filmdose doch schwimmen und sich mit dem eingebauten Styroporkern noach oben neigen. Hängt die Fildose aber "schlapp" am Kabel herunter, so zeigt der Styroporkern nach unten. Daraus ließe sich dann die Schaltfunktion des eingegossenen Quecksilbeschalters erreichen: Wohlgemerkt, die Filmdose wird
vollständig mit Kerzenwachs vergossen, denn die Lötstellen,
an denen die Sensoren mit dem Kabel verbunden sind, müssen vor dem
Wasser geschützt werden.
Ich "frug" also meine Frau nach
Filmdosen und sie meinte:
"Na, Mensch ! Überleg doch mal, wir haben doch nur noch Digitalfotos ! Woher soll ich dann noch Filmdosen haben ? ..." Ich kam dann darauf, die Verpackungen zu benutzen, die Conrad-Elektronik immer benutzt, um ICs zu verschicken: ![]() So, jetzt wird am Boden ein
Styroporklotz eingebaut, darüber der verlötete
Quecksilberschalter. Dann wird alles in Wachs vergossen und mit dem
Deckel verschlossen:
Styropor und Schalter rein:
![]() Löten, vergießen, fertig: ![]() Schönes rotes Wachs von den Kerzenstummeln vom letzten Weihnachten ... Nun zeigen die Schwimmer nach
unten, wenn sie ohne Wasser am Kabel hängen. Sie zeigen nach oben,
wenn sie von Wasser umspült sind. Daraus ergibt sich nun mit den
eingegossenen Quecksilberschaltern, dass diese geschlossen sind, wenn
kein Wasser da ist und sie sind offen, wenn Wasser vorhanden ist.
Nun sehe ich gerade, dass ich da meine Platine noch einmal umbauen muss. Anstatt des Öffners benutze ich nun einen Schließer des Relais und alles wird gut ... Ich musste die Schalter in
dieser Weise vergießen, weil sie anders herum nicht ordentlich
schalten und offenbar für diese Verwendungrichtung besser geeignet
sind. Leider waren die eigentlichen Glasschalter bereits vergossen, so
dass man sie nicht mehr beobachten konnte. Daher musste ich mit einem
Piepser genau prüfen, in welcher Lage sie schalten.
So, dann schreite ich mal zum Bastel-Spülbecken und teste einen fertigen Schwimmerschalter einmal: Erstmal frei hängend:
![]() Spitze zeigt nach unten. Nun schwimmend: ![]() Spitze zeigt schräg nach oben. Funktioniert also wie erwartet. Diese Schwimmerschalter habe ich dann in den Tank gehängt: ![]() Blick in den Regenwassertank mit neuen, verschleißfreien Schwimmerschaltern. Diese Konfiguration wurde am
29.05.2009 in Betrieb genommen.
Man beachte die Kabelreserve an der Gewindestange. Damit kann man die Schwimmerschalter später noch beliebig in der Höhe justieren. Im Juli 2009 kam ein
Messgerät hinzu, das von den 12 Volt ständig aufgeladen wird
und somit 24 Stunden rund um die Uhr in Bereitschaft ist. Die
Besonderheit dabei ist ja, dass das verwendete Multimeter ein
Gerät ist, das seine Energie von einem eingebauten Goldcap
bezieht, der wahlweise über 230 Volt, 12 Volt oder sogar von einer
kleinen, ebenfalls eingebauten Solarplatte aufgeladen werden kann. Sich
selbst verbrauchende Batterien (man kennt das ja z.B. von
Taschenlampen, immer, wenn man sie braucht, sind die Batterien leer...)
gehören mit solchen Geräten der Vergangenheit an.
![]() Markierung erstmals erstellt mit Ubuntu-Linux & Inkscape (Juni 2009) Oben sieht man das Multimeter, das mit zwei kurzen Ladestrippen an die "Haupt-Solaranlage" (100Wp) angeschlossen ist. Es ist ein VC 200 Green Multimeter, das es einmal um 1995 herum bei Conrad zu kaufen gab. Das Multimeter ist in einem alten Gummihalter untergebracht, der mit ein paar Spaxschrauben fest auf das Brett aufgeschraubt ist. Die passenden Mess-Strippen habe ich gleich daneben hingehängt. Die beiden gelben Ladestrippen sind verpolungssicher, bzw. das Messgerät ist intern wohl mit einem Brückengleichrichter ausgestattet. Den Goldcap zu wechseln ist für einen Elektroniker ein Kinderspiel, falls das Teil einmal verschlissen sein sollte. Der Goldcap ist einfach standardmäßig auf der internen Platine eingelötet. Also ein Gerät mit Zukunft. Passende Goldcaps gibt es inzwischen überall zu kaufen, falls der mal "schlapp" machen sollte. Man wird schon irgendwo einen geometrisch passenden Goldcap finden. Wir scheiben heute den 08.07.2009 und ich habe mal eben wieder "Hand angelegt": ![]() Diese Pilotanlage ist momentan auf 16 Ampere ausgelegt und abgesichert. (H07VK, 1,5 qmm) Sie soll möglichst auf 135 Ampere ausgebaut werden. (Je nach Geldbeutel.) Das entspräche P = U * I ==> 12 V * 135 A ==> 1620 Watt ==> 1,62 kW Das genügt, um Teile des Hauses autark zu puffern. Interessant dabei wären z.B. Kühlgeräte und Telefone. Und natürlich das WC... --- :-) (Das Netzgerät in der Frischluftöffnung entfällt nach Fertigstellung der Trinkwassernachspeisung, es betreibt momentan die Nachspeisepumpe (Shurflo-Aqua-King), die aus dem Brunnen saugt.) Rot ==> Tiefentladeschutz 35 Ampere Grün ==> Schaltkasten 12 Volt Gelb ==> Green Multimeter VC 200 Ich habe also einen Tiefentladeschutz angebracht, damit ich nun einen hochwertigen Solarakku benutzen kann, wenn die noch zu installierende Trinkwassernachspeisung für den Regenwassertank fertiggestellt ist. Zwischenresümee:
Seit 1995 traten also bislang
folgende Fehler auf:
1. ==> Die WC-Spülkästen waren leicht undicht, so dass immer ein wenig Wasser aus dem Spülkasten ins WC sickerte. Dadurch lief die Membranpumpe immer mal wieder ein klein wenig an und verbrauchte dabei natürlich den 10-Fachen Anlaufstrom (Shurflo-Aqua-King). ==> Problemlösung: Ich bat meine Frau Andrea um Rat, und die gab mir sehr schweren Herzens ein Stückchen von ihrem schönsten Bastel-Kautschuk und zudem noch in einem wunderbaren Blau. Aus diesem Kautschuk schnitt ich die verhärtete Original-Duchtung passgenau nach und brachte den so entstandenen Kautschukring an der Originalstelle im Spülbecken an. Nach ein paar Tagen hatte der Kautschukring die richtige Passform des Ventilsitzes angenommen und der Spülkasten war nun wirklich dicht. 2. ==> Der Brunnen eignet sich nicht mehr als Nachspeisequelle für den Regenwassertank, da selbst eine sorgfältig angebrachte Membranpumpe kein Wasser mehr zu fördern vermag. (Membranpumpen sollte man in der Ansaugleistung nicht unterschätzen, die haben zwar keinen großen Volumenstrom, aber dafür saugen sie das letzte Tröpfchen Wasser aus dem Brunnen.) Diese Brunnenproblematik ist hier (Südheide / Lüneburg) aber bekannt und schon seit Jahrzehnten vorhanden. Ich versuchte es trotzdem und zunächst klappte es auch. Der Grundwasserspiegel scheint aber in den Jahren seit 1995 weiter abgesunken zu sein. (Bohrbrunnen, 65 Meter Tiefe, 6 Meter Filter, das Wasser drückte bis auf 5 Meter unter Erdniveau hoch und der Brunnen lief zunächt einwandfrei durch. Jetzt führt er nur noch im Herbst und Winter genügend Wasserstand, um mit einem Hauswasserwerk ansaugen zu können.) ==> Problemlösung: Die Brunnennachspeisung wird durch eine Trinkwassernachspeisung ersetzt, die mit dem oberen Niveaufühler im Regenwassertank gekoppelt wird. Das Brunnenrohr wird aber in Betrieb gelassen, falls einmal im Herbst Baumaßnahmen anstehen (Bauwasser, Gartenabreiten). 3. ==> Die PV-Module können im Winter sehr leicht zuschneien, dazu genügt bereits eine ganz dünne Schneedecke. ==> Problemlösung: Die PV-Module wurden im Sommer 2009 erstmals als Fassandenverkleidung ausgeführt. (100Wp-Probemodule, 10 Jahre vorgealtert, ca. SSW-Ausrichtung) Sie haben dann eine senkrechte Anordnung und nicht mehr den Maximalwirkungsgrad, aber eine Tiefentladung im Winter bei einer Totalabschattung durch Schnee ist weitaus schlimmer, da ich beabsichtige, nun hochqualitative und große Solarakkus einzusetzen. (Birheriger Probeakku: 12 Volt, Blei-Gel, ca. 17 Ah) ![]() Einspeisetrichter. Foto (c)
Stephan Mischnick --- Juli 2009
Um die Trinkwassereinspeisung
vernünftig zu gestalten und keine
"Bazillen-Überraschung" in
der Trinkwasserleitung zu erleben, sollte man den Regenwassertank
über eine freie Fallstrecke
mit einem Trichter
befüllen. So
ist gewährleistet, dass die Bakterien und Viren nicht
rückwärts in die Leitung wandern können.
Im roten Kreis auf dem Bild ist der bereits montierte Trichter zu sehen. Das graue und weiße Teil ist ein Gerät, das eigentlich in Verbindung mit einem drucklosen Boiler eingesetzt wird. Diesen weißen Trichter
habe
ich mit einem gewöhnlichen Haushalts-Küchentrichter
erweitert.
Der Originaltrichter (weißes Teil) ist wohl eher nur für tropfendes Wasser vom Überlauf eines Heißwasserboilers gedacht. Ich muss aber in den frühen Sommermonaten eine Gartenpumpennutzung aus dem Regenwasserbehälter puffern und benötige deshalb einen größeren Nachspeise-Volumenstrom. Deshalb muss der Tricher etwas größer sein, um ein Überlaufen zu verhindern. In dem grauen Zylinder befindet sich eine
Rohranordnung, die einen Syphon
(Geruchsverschluss) bildet. Zur Reinigung kann man das
weiße Teil abziehen und das graue Teil aus der
Kunststoffverschraubung links im roten Kreis herausziehen. Gegen
Verdrehung ist es mit einem Nocken gesichert.
Die Anordnung wurde dann mit 15er Kupferrohr an die bereits seit 1995 bestehende Anlage im Weichlötverfahren mittels eines Campinggas-Brenners angelötet. Der schräge Gartenschlauch im Hintergrund ist nun überflüssig und wird ebenso wie das Netzgerät im Zuluftschacht und die zweite Shurflo-Pumpe (unten, nicht im Bild, sie speiste den Wassertank mit Brunnenwasser nach) demontiert. 11.07.2009 ==> So, die Löterei ist geschafft. Es funktionierte besser, als erwartet. Ich benutzte Weichlot und Teflonband für die Verschraubungen. Die Anordnung sieht bislang so aus: ![]() Foto (c) Stephan Mischnick
Blau ==> Anzapfpunkt am
Trinkwasser --- Rot ==> Absperrschieber
Grün ==> Magnetventil 12 Volt --- Gelb ==> freie Fallstrecke mit Trichter. Um die Akkuspannung zu checken,
brauche ich den Wahlschalter des Messgeräts lediglich in die
20-Volt-Stellung zu drehen und bekomme sogleich die aktuelle
Akkuspannung angezeigt. Sehr praktsch, wie ich finde. Man kann dann
auch gut sehen, wie stark der Akku durch die verschiedenen Verbraucher
belastet wird. Man kann auf diese Weise die "Weichheit" des Akkus
feststellen. Je "weicher" er ist, deso verbrauchter und abgenutzter ist
er.
Momentan ist alls prima im "grünen Bereich". Nachdem ich nun alle alten
Teile entfernt habe, bietet sich folgendes, doch noch recht
übersichtliches Bild:
![]() Anlage nach ca. 10 Jahren
Entwicklung.
Ich bin zwar
Energieanlagenelektroniker, aber naja ...
Bitte auch daran denken, die
Musik zu löschen, bzw. bei Musicload in eine legale Kopie
umzuwandeln, in dem du das Lied dort kaufst.
Der kleine Akku wird nun wieder
gegen einen größeren Akku ausgewechselt. Die alten KFZ-Akkus
haben 7 Jahre lang gehalten und werden nun zum Recycling gegeben.
Das Magnetventil ist nun wie
folgt verschaltet:
![]() Dabei wird jetzt das Niveau
"voll" ebenfalls recht weit unten im Tank ausglöst, damit wir
möglichst viel Regenwassernutzung heraus bekommen und die
Trinkwassernachspeisung nur dann anläuft, wenn der Tank fast leer
ist. Die Andere Beschaltung mit dem Piezo-Summer ist so belassen
worden, denn dieses Niveau ganz unten im Tank soll dann auch die
Leermarke sein, so dass der Alarm "Tank leer" ausgelöst wird (
Piezo-"Flöte").
13.07.2009 ==> Bislang hatte ich im Heizungsraum zum Wäschetrocknen einen PC-Lüfter als Dauerumwälzung der Trockenluft installiert. Das funktionierte auch sehr gut (keinerlei Schimmel im Winter), aber das Manko war bislang, dass ich diesen Lüfter über ein Steckernetzteil installiert hatte, das dort in eine Steckdose "geloddert" war. Das sah nicht besonders geschickt aus und hat auch 24 Stunden, 7 Tage Strom verbraucht. Heute hatte ich endlich mal die Zeit, diesen Lüfter direkt an die Solarplatten zu klemmen: ![]() Juli 2009 ==> Der
PC-Lüfter ist nun endlich vernünftig installiert.
Der Lüfter hängt
jetzt direkt an den Solarplatten und belastet somit auch den Akku
nicht. Weiterer Vorteil: Gegen Abend geht er aus und ist somit in der
Nacht absolut still. Tagsüber kann man das Geräusch des
Lüfters nicht wahrnehmen, wenn die Tür zum Heizungsraum
geschlossen ist.
Ebenfalls seit heute ist dann auch ein neuer Akku in Betrieb. Ich habe den Probeakku abgeklemmt und für weitere "Strippenstrolch-Schaltungen" eingelagert. Die Stromversorgung übernimmt nun ein nagelneuer 63 Ah Akku: ![]() Ab 13.07.2009 ==> Neuer Akku
mit 63 Ah Kapazität.
Ok, der Boden ist noch etwas
feucht von meinen Umbauarbeiten an den Rohrleitungen, aber das trocknet
dank der
Lüfters sehr schnell. Der neue Akku ist in "Calcium - Calcium -
Technologie" ausgeführt und soll absolut wartungsfrei sein. "Naja", so dachte ich mir, "die 'Fruchtzwerge' aus dem Fernsehen sind ja auch mit Calcium, da wird das sicherlich schon gut sein...". So ist denn diese Probeanlage fertig zur Messung. Es fehlt jetzt nur noch ein Zähler für die Laufzeit der WC-Pumpe, dann kann ich das alles in eine Excel-Tabelle kleiden und für die große Anlage dann vorher den Taschenrechner bemühen. Jetzt wird es spannend, denn
diese Probeanlage muss nun über den Winter kommen, ohne
ein Netzteil für den Strom bemühen zu müssen. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Vielen Dank für das Interesse, ![]() |
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